Bestrickend schön: Guerilla Knitting

Schulbus Guerilla Knitting

Immer wieder liest man davon, aber was ist eigentlich Guerilla Knitting und woher kommt es? Hier kommt eine kleine Spurensuche, als Info zum 11. Juni.

Ein knallroter Oktopus räkelt sich um den Hals einer Statue, Ampelmasten tragen Pullis und Parkscheinautomaten wärmende Mützen aus Häkelmaschen. Das ist das Werk von Guerilla Knitting! Unerschrocken behäkeln und bestricken die Handarbeits-Guerillas das Straßenbild: mal bunt und provozierend, mal mit feinsinnigem Humor. Manchmal auch ganz politisch wie die Wienerinnen, die am Frauentag 2011 mitten auf einer Brücke ein Häkeldeckchen befestigten mit dem Appell “Frauen, empört euch!”

Magda SayegSeinen Ursprung nahm Guerilla Knitting 2005 in Texas mit “Knitta Please” und ihrer Gründerin Magda Sayeg. Sie bestrickte Türklinken, Bäume, ja sogar einen Schulbus! Heute rollt die Strickwelle in Amerika, England und Spanien. In unzähligen Blogs tauschen sich die Strickwütigen aus.
Und auch in Deutschland erobert die Street Art aus Wolle, Garn und Faden immer mehr Städte… Arte berichtete in „Tracks“ über die Revolution des Graffiti; und selbst bei Spiegel Online findet sich eine Buchrezension von “Knit the City”.
Und was könnte mehr Spaß machen, als sich die Fotos bestrickter Innenstädte im Internet anzusehen? Genau, selber machen! Also Lieblingswolle, Garnreste und Nadeln in die Handtasche packen, und los geht es! Am 11. Juni heißt es Knit the city! Je mehr Leute die Nadeln klappern lassen, desto bunter wird es…  Im Namen von Handmade Kultur heißt es: Heftet den Sommer an die Stadt!

In eigener Sache, Szene News | , , , , | Einen Kommentar schreiben
Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.