Wer sind eigentlich Mari & Ola?

Liebe Mariola, wofür steht denn das „e“ in Deinem Bloggernamen Marieola?

Mariola ist ein Name, der sich aus zwei zusammensetzt: Maria und Ola. Das aus dem italienischen gemopste „e“ sollte einfach die Verbindung zwischen den zwei Namen symbolisieren … also … „Mari e Ola“ was so viel bedeutet wie „Mari & Ola“.

marieolaWas hat sich in Deinem Leben verändert, seit Du bloggst?

Ich wollte schon immer kreativ arbeiten. Als ich mit dem Abi fertig war, war mein größter Wunsch Architektur, Kunst und Design zu studieren. Zu dem damaligen Zeitpunkt rieten mir alle für mich „wichtigen“ Menschen davon ab, da es wohl „brotlose Kunst“ sei. Wider besseren Wissens habe ich ihnen geglaubt und auf sie gehört. Ich entschloss mich daher für den „sicheren und vernünftigen“ Weg und studierte Wirtschaft – die Sehnsucht nach kreativem Schaffen hat mich jedoch nie losgelassen. Als ich dann erfahren habe, was man mit Bloggen alles so machen kann, dachte ich für mich. „Hey, das ist genau das, was ich brauche. Was in meinem Leben irgendwie noch fehlt“. Man kann also sagen, dass, seitdem ich blogge, mein Leben sich vollkommen anfühlt. Der Großteil meiner Freizeit geht zwar dadurch flöten, aber das ist mir egal, denn das Bloggen ist mittlerweile zu einem Herzensprojekt geworden und ich kann sagen, dass meine Seele irgendwie ihren Frieden gefunden hat.

macarons-nach-aimee-twigger-art-von-marieola

Ich habe unglaublich viel Spaß am Fotografieren und dem Styling von allem, was sich gerade vor meiner Linse befindet. Und als positiven Nebeneffekt lerne ich tolle, kreative Menschen kennen, die diese Leidenschaft mit mir teilen oder lasse mich auf Kooperationen ein, die mich motivieren, weiter am Ball zu bleiben. Ich kann mir somit im Moment nichts Schöneres vorstellen … Na gut, vielleicht würde das Ganze noch ein eigenes Cottage an der Ostsee toppen … man darf noch träumen J .

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Wo und wie lebst Du, was machst du beruflich?

Ich lebe in Berlin mit meinem Mann, unseren zwei Töchtern, zwei Katzen und einem Mops! … unglaublich, was da tagtäglich an Haaren zusammenkommt! Hahahaha …. Mein Mann und ich sind selbständig im Bereich regenerativer Energien. Wie das Leben jedoch so spielt, mache ich bereits seit drei Jahren etwas ganz Anderes und leite die meiste Zeit über ein Berliner Stadtentwicklungsprojekt.  am strand von marieola

Was liebst du an Deiner Heimat und was gefällt Dir an deinem jetzigen Wohnort am besten?

Tja, was liebe ich eigentlich an meiner Heimat? Wenn mit Heimat Deutschland gemeint ist, dann würde ich sagen, habe ich mein Herz im Norden verloren. Irgendwo an der Küste zwischen Ostsee und der Schlei fühle ich mich zu Hause. Da es meinem Mann und unseren Kids ähnlich geht, werden wir vielleicht doch noch irgendwann mal dorthin ziehen. Momentan sind wir aber mit unserem jetzigen Wohnort ganz zufrieden. Wir leben in einem ruhigen Berliner Bezirk, der perfekt am Wasser gelegen ist. Ein großer Wald ist auch gleich um die Ecke. Von daher haben wir mitten in einer Großstadt alles, was uns tatsächlich etwas Ostseefeeling vermittelt: Boote, Wasser, Segeln, Wiesen, Felder, Wälder, Pferde, lange Fahrradstrecken, die direkt am Wasser entlang führen und mich von einem Berliner Außenbezirk in 40 Minuten nach Berlin Mitte bringen … Ich würde sagen, wir hätten es nicht besser treffen können.

vintage-rhabarber-dekoration-von-marieola

Aus Deinen Blogbeiträgen spricht in Wort und Bild immer eine große Sinnenfreudigkeit – Farben, Düfte, Geschmäcker…wo kommt die her?

Haha, vielen Dank für das schöne Kompliment! Ich mag Sinnlichkeit im Leben – das ist wie mein „Täglich-Hauch-Von-Luxus“. Ich war stets von wunderbaren Frauen umgeben, die mir wohl eine Prise davon vermittelt haben. Sie genießen noch heute das Leben in vollen Zügen und mit allen Sinnen. Ich glaube, das haben mir meine Oma und meine Mama mit auf den Weg gegeben.

Rhabarbermuffins-mit-erdbeertopping-von-marieola

Was hast Du als Kind am Liebsten gegessen, hast Du da auch schon mit in der Küche gewerkelt?

Suppen waren wohl das A und O für mich: Tomatensuppe, Graupensuppe, Hühnersuppe mit einer Extraportion Nudeln, Rote-Bete-Suppe mit Kartoffeln und stark angebratenen Schinkenwürfelchen! Und Piroggen – am liebsten gefüllt mit süßen Blaubeeren und übergossen mit dicker, süßer Sahne. Bratkartoffeln, Eierkuchen …. ach, das nimmt kein Ende. Bei uns zu Hause wurde wirklich gut gekocht und ich war da nie wählerisch, obwohl ich bis zu meinem 10. Lebensjahr gut auf Fleisch hätte verzichten können. Irgendwie waren mir Gemüse und Suppe lieber. In der Küche gewerkelt habe ich nie. Dafür war alles, was draußen war, viel zu aufregend. Die Leidenschaft zum Kochen kam bei mir erst ab etwa Mitte 20 auf – und hält, und hält … leider … wenn ich mal den Blick auf die Waage riskiere ;)

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Mit welchen Zutaten arbeitest Du heute am liebsten?

Ich habe keine Lieblingszutaten, denn ich probiere einfach ungemein gern viel Neues aus und experimentiere auch hier und da mit Sachen. Jedoch frisch muss es bei mir immer sein.

Nasenschild-photo-by-marieola.de

Was inspiriert Dich, woher kommen Deine Ideen?

Ha! Wenn ich das wüsste! Alles und nichts. Manchmal ist es bloß die Farbe, der Duft oder die Beschaffenheit von Dingen, die bei mir gleich für ein ziemliches Kopf-Kino sorgen. Ein anderes Mal ist es einfach das Leben selbst: eine lustige Geschichte, eine inspirierende Person, eine tolle Aussicht, lachende Kinder, der Duft von Blumen, eine schnuppernde Pferdenase … alles, was in irgendeiner Form meine Seele berührt. Dann entsteht sofort ein Bild im Kopf und dann geht es nur noch darum, die Idee oder Inspiration aus dem Kopf in etwas Dinghaftes zu verwandeln.

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Verrätst du uns, welches Blog-Projekt gerade auf Deinem Schreibtisch liegt, worauf dürfen wir uns demnächst freuen?

Das sind so die Dinge, die ich ganz spontan entscheide … aber „eisig“ wird es bei den steigenden Temperaturen schon noch werden ;).

 

Liebe Mariola, danke für das tolle, lebensfreudige und bewegende Interview – ein wahrer Augenschmaus in Worten und Bildern! Mach weiter so, vielleicht bald an der Ostsee? Ich jedenfalls reise jetzt erst noch mal schnell zu marieola.de

 

Interview: Dörte Rappke

Bilder: Mariola Boensch

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