Business mit Maschen. h+h erkennt Rolle der Communities für die Branche

Die h+h Cologne ist eine B2B-Messe. Punkt. Hier werden keine Stimmungsbilder gesammelt, sondern Sortimente. Wollhersteller treffen Händler, Stoffe liegen neben Garnen, Termine neben Espressotassen. Es geht um Lieferzeiten, Farben für die nächste Saison und darum, was sich rechnet. Alles sehr realistisch.

Und dann passiert da aber neuerdings noch etwas anderes. Zwischen Großhandel, Online-Shop und stationärem Einzelhandel tauchen Menschen auf, die nicht nur einkaufen, sondern hinschauen. Die wissen, was aus Garn wird, wenn es die Messehalle verlassen hat. Die darüber sprechen, was entworfen, gestrickt, gehäkelt, geteilt – und manchmal auch wieder aufgetrennt wird. Communities, Bloggerinnen, Influencer. Früher eher Randerscheinung, heute fester Teil des Ökosystems.

Und deshalb werdet ihr dieses Mal auch Handmade Kultur auf der h+h finden. Oder sagen wir besser: ein Projekt von den Machern von Handmade Kultur. Konkret heißt das: Auf der h+h 2026 stellt sich eine neue Inspirationsplattform für Strick- und Häkelanleitungen vor. Der Name bleibt noch unter Verschluss. Was wir aber schon sagen können: Diese Plattform versteht sich als schön gestaltetes Lookbook. Ein Ort, an dem die Entwürfe der vielen kreativen Designerinnen draußen einen Rahmen bekommen, der ihnen gerecht wird. Übersichtlich, kuratiert, stylisch.

Warum das ausgerechnet auf einer Fachmesse relevant ist? Weil Anleitungen längst mehr sind als Beiwerk. Sie beeinflussen Garnverkäufe, Trends, Sortimente. Sie sind Inspiration für Endkundinnen – und damit auch für Händler, Einkäufer und Hersteller. Kurz: für alle, die hier ihre Bestellungen aufgeben und ihre Entscheidungen vorbereiten.

Dass dieses Projekt gemeinsam mit Britta Kremke von Knitagain über eine Wildcard auf der Messe gelandet ist, passt ins Bild. Unterschiedliche Erfahrungen mit Handarbeit treffen auf neue Entwürfe, digitale Inspiration auf sehr analoge Ware. Kein großes Narrativ – eher ein realistisches Abbild dessen, womit sich die Branche gerade gerade beschäftigt.

Die h+h bleibt also eine Messe für Profis. Aber sie wird durchlässiger. Gespräche drehen sich nicht mehr nur um Mindestabnahmen, sondern auch um Nutzung, Sichtbarkeit und Weiterdenken. Community ist hier kein Deko-Begriff, sondern Teil der Wertschöpfungskette – manchmal leise, manchmal unbequem, aber kaum noch wegzudenken.

Und vielleicht liegt genau darin der Reiz dieser Tage in Köln: Business as usual. Nur mit ein paar zusätzlichen Maschen zwischen Kalkulation und Kreativität.

Sehen wir uns? Ich freue mich auf euch – Eure Dörte

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