Auf dem roten Sofa mit „vierzimmermitgarten“!

Kling klong! Frisch durchgepustet von den ersten Herbststürmen sind wir wieder zurück in unserer beliebten Blogstar-Rubrik! Dieses Mal möchten wir euch eine Hamburgerin vorstellen, Veronique von vierzimmermitgarten! Und da Veronique gleich um die Ecke wohnt, haben wir uns  kurzerhand letzten Freitag auf Käffchen und Pläuschchen in unserem Verlagsbüro getroffen; was ich dabei alles über sie erfahren hab, lest selbst!

Die 41jährige bekennende Ottenserin (Stadtteil von Hamburg, früher ein Insider, mittlerweile leider schon arg gentrifiziert) und Mutter einer dreijährigen Tochter hat einen Schrebergarten. Deshalb bloggt Veronique auch nicht nur die drei Ks (Kreatives, Küche und Kinder), sondern auch viel Draußen, was, wie Veronique erzählt: „mich am meisten inspiriert.“ Dieses Jahr war es damit leider nicht so weit her, da es in Hamburg gefühlt ununterbrochen regnete bei teilweise – ebenfalls gefühlt – einstelligen Gradzahlen mitten im August. Brrrr!

Doch die hauptberufliche Prop Stylistin ließ sich davon nicht betrüben und erinnerte sich an eine alte Leidenschaft: das Töpfern. Nee, nicht so, wie ihr euch das vorstellt, an der Scheibe … sondern Aufbaukeramik. Wer damit nichts anfangen kann, da werden Tonplatten ausgerollt, anschließend zugeschnitten und zu einer Form zusammengesetzt. Wie toll das aussehen kann, schaut:

Einmal die Woche besucht Veronique nun einen Töpferkurs. Das bedeutet aber nicht, dass Veronique jetzt für immer und ewig an der Tonplatte hängt. Weit gefehlt! Die Tausendsassarin fühlt sich mit allen Materialien wohl und probiert alles gerne mal aus. „Das, was mir am meisten liegt, ist aber das Modellieren. Alles, was man formen kann, reizt mich besonders.“

Bei so viel kreativem Output liegt die Vermutung nahe, dass das nicht von ungefähr kommt. Wir fragen nach: „Ja, das stimmt. Mein Urgroßvater war Sattler und hatte eine Werkstatt. Mein Opa, gelernter Raumausstatter, übernahm die irgendwann. Zu der Werkstatt gab es später noch ein Geschäft, wo die Stoffe, Teppiche und Tapeten ausgestellt waren, die mein Opa auf Kundenwunsch bestellte und verarbeitete. Meine Mutter stieg als junge Erwachsene mit in das Geschäft ein. Wenn ich aus der Schule kam, bin ich meist dorthin und wenn niemand Zeit für mich hatte, bin ich in die Werkstatt. Dort gab es alles: Stoffe, Leder, Gardinen. Ich erinnere, dass ich mir aus den großen Kartons, in denen die Ware in den Laden meiner Eltern angeliefert wurde, Häuser baute. Ganze Straßenzüge. Mit Gardinen an den Fenstern und Teppichen auf dem Boden. Das war ja alles in Hülle und Fülle da. Ein Paradies.“

Ein bisschen festgequatscht haben wir uns dann, als wir auf das Thema „und sonst so“ kamen. Schnell stellte sich heraus, dass wir beide Schlechtschläfer sind, denn: Veronique ist genauso wie ich ein Serienjunkie. Zum Glück kannte keiner die Lieblingsserien der anderen, sodass man sich noch den einen oder anderen Tipp geben konnte: Mr. Robot, Taboo, Strange Things, True Detectivs, The Americans usw. usf.)

Ihren Blog hat Veronique erst vor 1,5 Jahren eröffnet, zum einen, weil sie allen ihre schöne Ideen zeigen wollte, zum anderen, weil sie sich auch eine zwar kleine, aber sehr aussagekräftige „Visitenkarte“ für ihre Auftraggeber als Stylisten und Buch(Co-)Autoren anfertigen wollte. Wie gelungen!

Das Interview führte Dörte.

 

Blogstars, Das finden wir gut! | , , | Einen Kommentar schreiben
Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.