Für einen besseren Schlaf: Bettumbau do it yourself

Wusstet ihr, dass wir Menschen über 24 Jahre unseres Lebens schlafend verbringen? 24 Jahre! Damit avanciert das Bett zu einem unserer wichtigsten Lebensmittelpunkte, da sollte man sich schon wohlfühlen – allein oder zu zweit oder mit der kleinen Familie!

Wenn der Schlafplatz also nicht mehr zu unseren aktuellen Bedürfnissen passt, ist ein Update fällig. Neu kaufen? Nö. Wir sind ja alle Bastler und Hobbyhandwerker. Und selbst wenn nicht, das Umbauen und Umrüsten bekommen auch diejenigen von uns hin, die zwei linke Hände haben, denn dafür braucht es nicht viel. Stapeln muss man können. Denn die bei weitem gefragteste Umrüstung ist derzeit die von normalen Betten zu Boxspringbetten.

Vom normalen Bett zum Boxspringbett:

Das normale Bett zum Boxspringbett umzurüsten oder besser gesagt aufzurüsten, ist deshalb so attraktiv, weil wir nicht gleich alles ändern müssen. Das alte Bett kann stehenbleiben und dennoch können wir die Vorteile des Boxspringbetts nutzen.

Die liegen auf der Hand: Ganz oben steht der Schlafkomfort von Boxspringbetten. Ihr erinnert euch? 24 Jahre. Guter Schlaf hat enorme Auswirkungen auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Im Schlaf regeneriert sich der Körper. Ohne diese nächtlichen Erholungsphasen wären wir nicht fähig, jeden Tag unsere Frau oder unseren Mann zu stehen. Außerdem sind Boxspringbetten durch ihre Konstruktion gut belüftet und ebenfalls gut gedämmt.

Doch was macht das Boxspringbett zum Boxspringbett? Ein Boxspringbett besteht aus drei Teilen: einer Federkern-Box als Unterkonstruktion, einer Matratze und einem dünnen Topper. Da diese Komponenten individuell zusammengestellt werden, kann man sich ein Boxspringbett besonders leicht „nachbauen“.

Das Einzige, was sitzen muss, ist der Bettkasten. Der muss das Ganze gut einbetten können, damit nichts verrutscht und unter Umständen aufgerüstet werden. Schaut, dass ihr den alten Bettkasten dafür nutzt. Das spart Kosten und ist nachhaltig. Gute Informationen zur Umrüstung und was es dabei zu beachten gibt, erhaltet ihr zum Beispiel hier.

Manchmal muss man aber auch gar nichts ändern und die Boxspringsysteme lassen sich problemlos in den bestehenden Bettrahmen einsetzen. Sie werden im Prinzip einfach gegen herkömmliche Lattenroste und Matratzen ausgetauscht. Spezialisierte Hersteller bieten dafür verschiedene Einlegesysteme an.

Was ihr noch mit eurem Bett anstellen könnt:

Doppel- und Einzelbetten umwandeln:

Mit s. g. Verbindern lassen sich Einzelbetten relativ leicht zum Doppelbett umbauen. Ein Topper in passender Größe lässt den „Graben“ verschwinden und macht das neue Bett zu einer riesigen Liegewiese.

Umgekehrt ist es meist schwieriger, es sei denn, es handelt sich von vornherein um ein teilbares Bett.

Normales Bett zum Hochbett machen:

Einfache Bettgestelle oder Doppelstockbetten lassen sich mitunter zum Hochbett umfunktionieren. So entsteht unter dem Schlafplatz praktischer Stauraum, in kleinen Kinderzimmern oder bei einem Umzug in eine kleinere Wohnung ungemein vorteilhaft. Für den Umbau kommen stabile Pfosten unter das Bett und eine Leiter wird angebracht. Die Pfosten sollten mit Winkeln verstärkt und das Bett idealerweise zusätzlich an der Wand festgeschraubt werden. Empfehlenswert ist ein solcher Umbau aber nur für Könner, denn gerade beim Hochbett kommt es auf Stabilität und Sicherheit an.

Wir haben gerade ein Doppelstockbett in ein Hochbett umgewandelt. Die eigentliche Herausforderung bestand darin, eine Flachstufentreppe zu bauen, damit der mittlerweile 14jährige Sohn nicht auf dünnen Holzleisten, die als Treppenstufen fungierten, hochklettern muss, was in der Regel schmerzhaft ist. Wenn wir mal Zeit haben, liefern wir dafür eine Bauanleitung. Es ist viel einfacher als gedacht und erleichtert den Aufstieg ungemein.

Einmal Wasserbett und zurück:

Von einem Wasserbett träumen viele. Meine Freundin Niki schwört darauf und würde sich niemals von ihrem Wasserbett trennen. Aber nicht alle sind dauerhaft damit zufrieden. Zum Glück ist der Umbau von einem normalen Bett zum Wasserbett und umgekehrt oft relativ einfach. Das Bettgestell bleibt, aber das „Innenleben“ wird ausgetauscht. Beim normalen Bett werden Matratze und Lattenrost entfernt und gegen ein passendes Podest mit Wassermatratze getauscht. Wichtig ist, dass dabei keine scharfen und spitzen Stellen vorhanden sein dürfen. Soll ein Wasserbett zum normalen Bett werden, geschieht das am besten durch Anpassen einer guten Kaltschaummatratze anstelle der Wassermatratze.

Ob Boxspringbett, Wasserbett, Hochbett oder Tipizelt. Wir alle haben Dinge, die wir immer am Bett haben möchten: für Brille, Buch und Schutzengel. Eine Nähanleitung für ein Bett-Utensilo findet ihr hier.

Schlaft schön!

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