Inspiration aus Österreich: Sinnenrausch!

Hallo Rebecca, stelle dich doch bitte kurz vor: Wie und wo lebst du? Was machst du, wenn du nicht auf Sinnenrausch bloggst?

Ich wohne in Tirol, in der Nähe von Innsbruck mit meinem Mann, unserer Tochter und der französischen Bulldogge Emma. Wenn ich nicht gerade blogge und fotografiere, arbeite ich stundenweise in der mobilen Hauskrankenpflege.

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Was liebst du an deiner Heimat oder deinem Wohnort besonders?

Am wohlsten fühle ich mich, wenn ich in der Natur bin. Ich liebe es, in den Bergen zu wandern und im Wald zu spazieren, das hat jedes Mal eine wahnsinnig beruhigende Wirkung auf mich. Das alles quasi vor der Haustüre zu haben, finde ich am schönsten an meiner Heimat.

Wenn mir nach ein bisschen Großstadt Flair ist, fahre ich in das wenige Kilometer entfernte Innsbruck. Eingekesselt in ein einmaliges Alpenpanorama, wirkt diese alpin-urbane Stadt beinahe wie eine Illusion. Praktisch finde ich aber auch die Nähe zu Italien: Wir lieben Kurzausflüge zu unserem südlichen Nachbarn; in wenigen Minuten sind wir am Brenner und genießen original italienischen Cappuccino in Sterzing oder Bozen.

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Wie kamst du zum Bloggen und was hat sich seitdem für dich verändert?

Das war reiner Zufall: Ich kann mich erinnern, dass ich auf der Suche nach Deko-Ideen war und dann irgendwann auf einem Blog gelandet bin. Das fand ich so spannend, dass ich mich ohne lange zu überlegen in das Abenteuer „Bloggen“ gestürzt habe.

Verändert hat sich dadurch doch einiges. Der Blog hat mir ermöglicht, meinen ganz persönlichen Raum für Handwerk und Wohndesign zu schaffen und dadurch sind auch viele interessante und spannende Kooperationen entstanden. Außerdem ist der Austausch mit vielen kreativen Frauen und Gleichgesinnten eine große Inspiration und Bereicherung für mich.

Dein erster Blogpost?

Moment, da muss ich schnell nachschauen… Mein allererster Post war ein kleiner Willkommensgruß. Ich habe kurz zuvor meine erste Spiegelreflexkamera bekommen und habe am liebsten Stillleben fotografiert, das zieht sich irgendwie durch die ersten Beiträge.

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Du arbeitest ja viel mit Holz. Hast Du zum Bearbeiten Zugang zu einer Werkstatt? Was gefällt dir an dem Material?

Leider nein! Das wäre aber ein kleiner Traum. :-) Bei uns muss für diverse Holzarbeiten immer der Keller herhalten.

An dem Werkstoff Holz gefällt mir die Vielfältigkeit. Ich habe immer einige Bretter Holz auf Vorrat daheim, damit ich bei einem Einfall spontan loslegen kann. Mit Holz lässt sich beinahe alles umsetzen – das ist glaub ich das größte Plus – und das auch noch recht einfach und kostengünstig.

Welche Bastel-Aktion aus deiner Kindheit ist dir im Gedächtnis geblieben?

Ehrlich gesagt wurde bei uns gar nicht so viel gebastelt. Meine Mama hat viel lieber gebacken und besonders zur Weihnachtszeit erinnere ich mich an stundenlanges Teig ausstechen und Kekse verzieren in der gemütlichen Wohnküche.

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Deine Fotoinszenierungen sind unverwechselbar und bestechen durch die Reduziertheit der Farben und eine große Klarheit. Wie hast du das Fotografieren und „in Szene setzen“ gelernt?

Danke für das schöne Kompliment!

Für mich persönlich war „learning by doing “ der beste Weg, Fotografieren zu lernen. Ich hatte in den letzten Jahren ja genügend Gelegenheit zu üben, verschiedene Dinge auszuprobieren und dadurch mein Auge zu schulen. Manche Bilder von früher mag ich mir heute auch gar nicht mehr so gerne anschauen. Vielleicht geht es mir in ein paar Jahren auch mit den heutigen Bildern so. Ist wahrscheinlich so ähnlich, wie mit mancher Frisur. ;-)

Auf jeden Fall sollte man sich, wenn man im Besitz einer Spiegelreflexkamera ist, auch die Mühe machen und sich mit den Basics vertraut machen. Das hilft ungemein bei der Bildgestaltung. Aber Fachwissen alleine macht auch keinen guten Fotografen aus – entscheidend für tolle Bilder ist und bleibt der Spaß an der Sache.

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Wie würdest du deinen Wohnstil beschreiben? Gestaltest und dekorierst du deine Wohnung in der Vorweihnachtszeit besonders?

Ich wohne gerne hell, schlicht und geradlinig, aber mit vielen natürlichen Elementen. Unser Zuhause gestalte ich nach persönlichem Empfinden und ich arrangiere Dinge sehr gerne und sehr oft um. Einrichtung darf ruhig lebendig bleiben und sollte sich im besten Fall mit den Bewohnern weiterentwickeln.

Deko in der Vorweihnachtszeit? Ja, unbedingt. Ich freu mich immer sehr auf diese Zeit, denn wenn es draußen beginnt kälter zu werden, sollte das Zuhause der gemütlichste Ort zum Aufwärmen sein. Meine Lieblingszutaten dafür sind: Wohntextilien aus Samt oder Strick, Sterne aus Papier – am besten selbstgemacht – schlichte Christbaumkugeln, duftendes Tannengrün und Kerzen, Kerzen, Kerzen.

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Was kommt bei dir in die weihnachtliche Keksdose?

Der Inhalt meiner Keksdose ist relativ unspektakulär. Ich nehme mir immer vor, mehr Sorten zu backen, aber es werden jedes Jahr die üblichen Verdächtigen: Vanillekipferl und Kokosbusserl. Dafür gibt es aber immer frisch gebackenes Apfelbrot – das gehört zum Advent dazu!

Gibt es ein besonderes Projekt, das du im nächsten Jahr verwirklichen willst?

Ja, für nächstes Jahr ist ein besonderes Projekt geplant, aber das möchte ich noch nicht verraten. Lasst euch überraschen. ;-)

 

Liebe Rebecca, ich kann nicht verhehlen, dass ich dich ein wenig um das Alpenpanorama und die Italiennähe deiner österreichischen Heimat beneide (auch wenn ich als Nordlicht natürlich auch die Ostsee schön finde;-) Vielen Dank für den bezaubernden Einblick in deine Wohnwelt – ich freue mich auf dein Geheimprojekt im nächsten Jahr und wünsche dir und deinen Lieben gemütliche und glitzernde Weihnachten!

 

Interview: Dörte Rappke

Bilder: Rebecca Wallenta

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