Social Media Talente

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@ Eva Hartmann

 

Über Pinterest, Facebook & Co. müssen wir nicht mehr viele Worte verlieren. Sie gehören inzwischen zu unserem Alltag wie der Kaffee am Morgen. Und genauso intensiv nutzen wir sie – aus verschiedenen Gründen. Wir geben Auskunft über unsere Interessen, unseren Beziehungsstatus, zeigen Fotos und Filme. Nicht alles davon soll geteilt werden. Doch manches eben schon! Wer seine Inhalte möglichst oft geteilt sehen möchte, dem stehen neue kreative Tools zur Verfügung, die, je nachdem was geteilt werden soll, mit coolen Features aufwarten. Katrin Hill, Online-Marketing-Expertin, kennt die Social-Media-Landschaft aus dem Effeff und gibt Auskunft:

 

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@ Eva Hartmann

Tumblr – das Facebook der Jüngeren
Der Blog-Dienst Tumblr ist eine Mischung aus Facebook, Twitter und einem Blog. Mit über 170 Millionen Blogs weltweit ist er eine der größten Social-Blog-Plattformen, die es gibt. Und er wird als das neue Facebook gehandelt, zumindest von der jüngeren Generation.
50 Prozent aller Tumblrianer sind nämlich unter 25. Das hat einen einfachen Grund: Nachdem Mamas, Papas, ja sogar Lehrer inzwischen auf Facebook zu finden sind, musste eine Alternative her. Und da kam Tumblr ins Spiel. Jeder User hat eine eigene Site, die er einfach und schnell mit Texten, Fotos und Videos befüllen kann. Sogar Audio-Aufzeichnungen und Bewegtbilder sind möglich. Beim Design hat man die Qual der Wahl. Es kann aus Hunderten von Vorlagen, die durch wenige Klicks individuell verändert werden können, ausgewählt werden. Die Registrierung einer Web-Domain entfällt, da beim Anmelden automatisch eine Adresse generiert wird, die den Titel des Blogs enthält. Das Liken heißt bei Tumblr »als Favorit markieren«, das Teilen von Beiträgen wird »rebloggen« genannt. Erfolgreiche Posts bringen es es auf Tausende, schnell auch auf Zehntausende
Reblogs.

UNSER FAZIT: Tumblr ist schnell und leicht zu bedienen, hat weniger Textinhalte, dafür aber kreative Bilder und Videos und eine riesige Community.
DAS SAGT DIE EXPERTIN: Tumblr ist die perfekte Plattform für alle Blogger, die nicht mit Texten, sondern mit Bildern überzeugen wollen. Insbesondere mit »Animated Gifs« – das sind animierte Bilder, die von der Community gerne geteilt und so im Netz verbreitet werden.

 

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@ Eva Hartmann

Vimeo – die YouTube-Alternative
Unter dem Motto »Videos anschauen, hochladen und teilen« richtete sich die Videoplattform Vimeo anfangs vor allem an Filmemacher und Künstler. Es wurde auf Qualität statt auf Quantität gesetzt. Heute spricht Vimeo die breite Masse an. Möchte man Videos konsumieren, geht das ohne Registrierung; will man eigene Videos hochladen bzw. kommentieren, geht kein Weg an einer Authentifizierung vorbei.
UNSER FAZIT: Cool finden wir, dass jeder Nutzer seinen persönlichen Stream anlegen kann. Dort kann er andere
Nutzerprofile sammeln, kommentieren und bewerten. Mit 34 Millionen Besuchern im Monat ist das Videoportal zwar deutlich kleiner als sein großer Bruder YouTube, dafür gibt es aber keine lästigen Werbeunterbrechungen.
DAS SAGT DIE EXPERTIN: Das klare Layout von Vimeo kommt sehr professionell rüber und wird deshalb gerne auf Unternehmenswebseiten eingebunden. Die Pro-Version der Plattform ist zwar nicht kostenlos, als Nutzer hat man aber den Vorteil, das Video-Angebot komplett werbefrei zu nutzen.

 

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@ Eva Hartmann

Hyperlapse – der Zeitraffer von Instagram
Kennt ihr das? Ihr seid auf einem Konzert, macht ein Video und das Ergebnis: ein zittriges Filmchen. Hyperlapse, die (fast neue) App von Instagram, macht jetzt Schluss mit den Wackeleien. Und nicht nur das, die App komprimiert lange Aufnahmen in 15-Sekunden-Videos, die man sofort auf Facebook oder Instagram teilen kann.
Wie das funtioniert? Hyperlapse zeichnet die Videosequenzen mit einer geringeren Bildfolge auf, während die Wiedergabe mit einer normalen Bildfrequenz erfolgt. Durch eine automatische Bildstabilisierung werden Wackler sanft ausgeglichen.
Zwar ist Hyperlapse nicht die erste App, die Zeit raffen kann, aber die erste, die es schafft, lästige Wackler extrem zu minimieren.
UNSER FAZIT: Tolle Spielerei auf hohem technischem Niveau, bislang leider nur fürs iPhone.
DAS SAGT DIE EXPERTIN: Die App sorgt für echtes Kino-Feeling. Da Hyperlapse den Lagesensor des iPhones nutzt, kann z. B. auch eine Achterbahnfahrt ruckelfrei gefilmt werden und somit Profi-Equipment ersetzen.

 

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@ Eva Hartmann

Vine – die Twitter-App für Videos
So schlicht dieser Videodienst von Twitter auch sein mag, er hat vor allem bei seinem Start einen echten Hype ausgelöst. Was die App kann? Kurze, maximal sechs Sekunden lange Videos in einer Endlosschleife abspielen. Das nennt sich dann »Vine« (Abk. für Video Network). Aufgenommen werden die Filmchen – natürlich mit Ton – entweder per Smartphone & App oder mit dem Browser. Natürlich können diese Videos, versehen mit Hashtags und Standort, nicht nur auf Vine, sondern auch auf Twitter und Facebook geteilt werden.
UNSER FAZIT: Perfekt für schnittige Anleitungen und witzige Sequenzen. Und damit ein absolut unterhaltsamer und kreativer Zeitvertreib für alle, die gern Videos filmen und sehen.
DAS SAGT DIE EXPERTIN: Vine-Videos passen besonders gut zu Twitter. Kurz und knackig, können die Videosequenzen zum Beispiel in Kategorien wie Tiere, Musik oder Do it yourself eingeteilt werden. Entdecken macht auf der Plattform superviel Spaß, und Ausprobieren macht kreativ!

 

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@ Eva Hartmann

Der Pinterest-Konkurrent: We heart it
Es ist älter als Pinterest, verspielter, hat deutlich mehr weibliche Fans und wird hauptsächlich auf Smartphones oder Tablets genutzt – das Social Network für Bilder: WeHeartit.com. Seit 2011 gibt es die amerikanische Plattform, bei der sich alles um Fotos dreht. Und obwohl das Start-up die ersten zwei Jahre kaum Werbung für sich gemacht hat, ist das Netzwerk in kurzer Zeit auf über 20 Millionen User angewachsen. Anders als bei Facebook und Pinterest gibt es keine Kommentarfunktion. Dafür kann man Beiträge »hearten«, also »herzen«. Die Anmeldung über Twitter, Facebook oder eine E-Mail-Adresse ist genauso einfach wie das Hochladen von Bildern.
UNSER FAZIT: Wer gerne Fotos zeigt von Dingen, die er liebt, und eine junge Zielgruppe erreichen möchte (unter 25), die das Netz hauptsächlich mobil nutzt, der ist hier in bester Gesellschaft.
DAS SAGT DIE EXPERTIN: We heart it ist Pinterest sehr ähnlich und zieht ein sehr junges, visuell orientiertes Publikum an. Die fehlende Kommentarfunktion kreiert eine von Grund auf positive Stimmung. Entweder man herzt ein Bild oder man lässt es bleiben. Viele Firmen finden daher dieses Umfeld für unaufdringliche Werbeanzeigen besonders attraktiv.

Wir haben immer mehr Möglichkeiten, im Social Web kreativ zu werden und mit anderen zu teilen, was wir machen – sei es auf ganz neue Weise oder in etablierten sozialen Netzwerken – mit neuen Technik- Tools. Vielleicht senden wir auch bald schon live via You-Now unsere DIY-Tutorials in alle Welt? Oder wandern kollektiv zur werbefreien Facebook-Konkurrenz Ello ab. Eins ist auf alle Fälle sicher: Das, was wir machen und schaffen, zieht immer weitere Kreise im World Wide Web.

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