Warum aus einem i ein y wurde. Eine Typografie-Liebhaberin erzählt.

Hallo Ina – oder Yna, magst du dich kurz vorstellen: Wer bist du, was machst du beruflich, wo lebst du?

Ich bin Ina (oder Yna) und lebe mit meinem Mann in Darmstadt, wo ich vor (ehm) vielen Jahren Kommunikations-Design studiert habe. Seit 2001 arbeite ich als freie Grafikerin von zu Hause aus. Ich liebe meine 2 „Berufe“. Die Ausbildung als Schaufenster-Dekorateurin in Kombination mit dem Studium der Grafik ist einfach perfekt für mich – und dazu gibt es natürlich noch meinen Blog: Ynas Design.

Ynas_Design_About me

Was liebst du an deinem Wohnort so sehr und was fehlt dir oft?

Ich mag Darmstadt, weil es so übersichtlich ist. Mit dem Fahrrad bin ich in 5 Minuten im Zentrum. Der Wald zum Laufen ist nicht weit und der Odenwald ist perfekt zu Radfahren. Was mir fehlt? Ein paar coole Kneipen in meinem Viertel.

Ynas Design_DIY

Warum magst du das „I“ nicht? Wie kommt es, dass du dir Gedanken zu Buchstaben machst? Hast du einen besonderen Bezug zu Buchstaben?

Als moderne Initiale ist das „I“ einfach nur ein Strich. Und für sich alleine gesehen als Buchstabe so nicht
erkennbar. Das finde ich langweilig. Für Gestaltung bleibt nicht viel Spielraum. Der Bezug besteht sicher durch mein Studium. Als „Werber“ habe ich ja nicht nur mit Bildern, sondern auch mit jeder Menge Text zu tun. Ich liebe Typografie!Ynas Design_Handybag

Seit wann bastelst du? Erinnerst du dich noch an dein erstes Bastelprojekt aus deiner Kindheit? Was hast du damals kreiert?

Ja, gebastelt habe ich schon immer. Ich habe es geliebt mit meinem Vater im Keller rumzuwerkeln. Mein erstes Objekt war eine Schildkröte aus Ton in der Schule. Man konnte sogar den bemalten Panzer abnehmen. Steht heute noch bei meiner Mutter rum. Ein ziemlich scheußliches Ding!

Mit welchem Material arbeitest du heute am liebsten und warum?

Am liebsten arbeite ich mit Papier und Holz. Ich habe schon immer den Geruch des alten Schreibwarenladens in meinem Heimatort (in Rheinlandpfalz) geliebt. Bücher, Hefte, Blöcke, Zettel –überhaupt sind Schreibwarenläden ein Paradies für mich, genauso wie Baumärkte. Wenn mein Vater früher im Keller gewerkelt hat, bekam ich einen Holzklotz und den durfte ich nach Lust und Laune bearbeiten. Seit 2012 beschäftige ich mich außerdem noch mit dem Werkstoff Beton: ein fantastisch vielseitiges Material.

Ynas Design_Klemmblock

Steht deine Weihnachts-Deko zuhause schon? Was davon hast du selber gebastelt?

Ups, da muss ich jetzt ein wenig passen. Normalerweise bin ich um diese Zeit immer auf Reisen. Da ist also nichts mit Weihnachtsdeko. Dieses Jahr sind wir hier und ich bin ein wenig überfordert. Zu viele Ideen, zu wenig Zeit., aber eins weiß ich sicher: einen Baum wird es nicht gebe.

Hast du ein schnelles DIY für unsere Leser/innen, die noch Weihnachtsdeko brauchen?

Sterne finde ich im Moment ziemlich cool, in jeder nur erdenklichen Variante, ob aus Papier oder Holz. Ich würde aus Stoffresten ein paar Sterne nähen, am Besten von Hand. Vielleicht mit dickem Neongarn? Und ich würde aus Holzstöckchen kleine Sterne binden – passend auch mit Neongarn. Die kann man nicht nur an Weihnachtsbäume hängen.

Ynas Design_iPad Bag

Wenn du mal nicht werkelst oder arbeitest, was machst du dann?

Wenn ich nicht in der Weltgeschichte rumreise, bin ich halt doch in meinem Arbeitszimmer und werkel irgendwas, ansonsten lese ich gerne Krimis und Thriller und ich treffe mich regelmäßig mit meinen Freundinnen. Der Sport kommt gerade etwas kurz. Wenn es die Zeit erlaubt, laufe ich und fahre Rennrad.

Welche DIY-Ideen schwirren dir für das Jahr 2016 bereits im Kopf rum oder sind sogar schon umgesetzt und müssen nur noch auf dem Blog landen?

Tja, ich würde gerne ein weiteres DIY Buch rausbringen. Dass heißt, alles, was ich jetzt mache oder mir ausdenke, kann ich erst mal nicht für meinen Blog verwenden. Der ist dann on Top! Also habe ich hier ziemlich viel, was ich leider nicht zeigen kann. Auf jeden Fall möchte ich aber an meinem Beton Shop arbeiten. Der braucht dringend neue Sache! Etwas, was nicht jeder auf die Schnelle selber machen kann.

Danke liebe Yna. Mir gefällt dein gewähltes „Y“, wobei ich das das kleine „i“ auch sehr mag. Schön, wenn man in allen Lebenslagen so kreativ sein kann. Hab eine wunderschöne Adventszeit und frohe Weihnachten. Solange dein Buch noch in Arbeit ist, lasse ich mich weiterhin bei Ynas Design Blog inspirieren.

Interview: Lina Samoske
Bilder: Ina Mielkau

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Ein Kommentar
  1. Danke, für das schöne Interview. Auch ich besuche oft „I“ / Yna`s Blog und lass mich gern inspirieren. So sehe ich mich in ihren Antworten selbst wieder. Es ist doch wunderschön, mit den Ideen, welche einem Kopf herum“schwirren“ zu inspirieren … zumindest versuche ich es.
    Einen lieben Weihnachtsgruß, Kerstin

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