Leinen – natürlich kühlende Stoffe

Zum Nähen von sommerlicher Kleidung ist Leinen der perfekte Stoff, denn seinen hohen Tragekomfort zeigt er vor allem an heißen Tagen. Wir verraten euch auch gleich, wo ihr den Super Freezer beziehen könnt. Hier könnt ihr online Leinenstoff kaufen

Doch was sind eigentlich die besondern Eigenschaften der Naturfaser?

Woraus besteht Leinenstoff?

Als Basis für die Produktion von Leinen – der auch als Flachs bekannt ist – dienen die Stängel der Kulturpflanze Gemeiner Lein. Der Begriff „Leinen“ bezeichnet neben der eigentlichen Faser der Pflanze auch das gleichnamige Gewebe, das in der Leinenindustrie hergestellt wird. Als Naturfaser ist Leinen zu 100 % biologisch abbaubar.

Die Eigenschaften im Überblick:

  • Reißfest und langlebig
  • Fusselfrei und atmungsaktiv
  • Saugfähig
  • Antibakteriell
  • Natürlich glänzend

Für immer mehr Menschen spielt der Aspekt der Nachhaltigkeit bei der Wahl des Nähstoffes eine wichtige Rolle. In diesem Punkt schneidet Leinen besonders gut ab. Im Gegensatz zur Baumwollproduktion benötigt der Anbau des Gemeinen Leins kaum chemische Zusätze und weniger Wasser.

In den Anbauländern – zu denen China, die EU und Russland gehören – erfolgt die Ernte und Weiterverarbeitung bevorzugt mittels der sogenannten Tauröste. Hierbei wird die Taufeuchte genutzt, um die Fasern vom Gewebe zu lösen und die Nährstoffe in den Boden zurückzuführen.

Leinenstoffe – leicht bis mittelschwer

Den kühlenden Naturstoff gibt es in unterschiedlicher Dichte. Je dichter der Leinen gewebt ist, desto schwerer ist er. Diese Angabe bezieht sich jedoch nicht auf das Gewicht des Stoffes, sondern sagt vielmehr etwas über dessen Luftdurchlässigkeit aus. Obwohl Leinenstoff als natürliches Produkt in jedem Fall atmungsaktiver ist als Stoffe aus Chemiefasern, eignet er sich je nach Dichte für bestimmte Einsatzgebiete.

Die natürliche Farbe des Leinen als Meterware hängt von den verwendeten Fasern ab und bewegt sich zwischen einem zarten Beige und einem sanften Hellbraun. Da Leinen sehr widerstandsfähig ist, kann es problemlos gebleicht, gefärbt oder bedruckt werden. Sein schlichtes, eintöniges Aussehen hat die klassische Textilie längst hinter sich gelassen

Pflege von Leinengeweben

Leinen ist wesentlich robuster als Baumwolle und somit vergleichsweise pflegeleicht. Damit der Naturstoff seine edle Optik möglichst lange behält, sind bei der Pflege dennoch einige Punkte zu beachten.

Waschmittel

Auf den Einsatz von scharfem Waschmittel sollte verzichtet werden. Im Idealfall kommen leichte Bio-Varianten ohne Bleichstoffe zum Einsatz.

Temperatur und Drehzahl

Normal verschmutzte Kleidungsstücke und Haushaltswaren aus Leinenstoff werden schon bei einer Waschtemperatur zwischen 30 Grad und 60 Grad hygienisch sauber. Dies verdankt der Stoff seiner natürlichen antibakteriellen Wirkung. Das Material ist dennoch kochfest, sodass ein Waschgang bei 90 Grad zwar nicht nötig, aber bei besonderer Verschmutzung durchaus möglich ist.

Die Anzahl der Umdrehungen sollte gering eingestellt werden. Dies schont nicht nur die Fasern, sondern sorgt vor allem für ausreichende Restfeuchte im Stoff, die für das Trocknen und Bügeln benötigt wird.

Trocknen und Bügeln

Leinen sollte noch feucht in Form gezogen und aufgehängt werden. Ist er zu stark zerknittert, darf er nur feucht gebügelt werden. Andernfalls trocknen die Fasern aus und werden beschädigt. Wer diese Punkte bei der Pflege von Leinen beachtet, der wird lange Freude an dem natürlichen Nähstoff haben.

Fotokredit: shutterstock | ID: 732176509

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