Insektenhotel selber bauen


Ich wollte unbedingt ein Insektenhotel haben, aber ein Fertiges kaufen kam gar nicht in Frage. Also habe ich viel zum Thema Insektenhotel im Internet nachgelesen. Welche Materialien benötige ich? Welches Füllmaterial für die einzelnen Zimmer kann ich benutzen? Wo ist der ideale Standort?  Also machte ich eine Materialliste und fuhr in den Baumarkt, dort ließ ich mir die Bretter auf meine Wunschmaße zuschneiden. Den größten Teil der Füllmaterialien fand ich beim Waldspaziergang.

Diesen Post findet ihr auch auf meinem Blog:

https://holzundleinen.blogspot.de/2015/04/mein-insektenhotel-deluxe.html



Dieses Material benötigst du:
  • div. Schrauben,
  • ein paar Nägel,
  • Hasendraht,
  • Holzbretter,
  • kleine Winkel,
  • verschiedene Naturmaterialien

Diese Werkzeuge brauchst du:
  • Akkuschrauber,
  • Hammer,
  • Holzsäge,
  • Holztacker,
  • Schraubenzieher
So macht man das:

1Erdgeschoß bauen

Ich fange mit dem Erdgeschoß an. Die Bodenplatte mit den Seitenwänden verbinden und die ersten Trennwände einziehen.

2das Haus hochziehen

Dann einfach weitere Etagen bauen, durch Einziehen weiterer Trennwände kann man die Zimmer unterschiedlich groß gestalten. Die Größe der Kammern ist frei wählbar, entscheidend ist die Optik, ob man das Haus symmetrisch oder eher nicht haben möchte, und natürlich von der Bestandsmenge der einzelnen Füllmaterialien.
Die Bretter werden mit Schrauben fixiert.

3Füllmaterialien

Die ursprünglich angedachten Füllmaterialien für die einzelnen Zimmer sind:
Stroh, Tannenzapfen,
Schilf, Rindenmulch und Tonscherben.

4Anfangen zu Befüllen

Und jetzt begann der in Anführungsstrichen schwierige Teil: das Befüllen der Zimmer. Nachdem ich ungefähr 30 min Bambusstäbe in 13 cm lange Teile gesägt hatte, war gerade mal ein Drittel des Zimmers voll. Da hatte ich mich wohl irgendwie vertan. Also umplanen. Ich überlegte, von welchen Materialien hatte ich am meisten für die erste Etage? Das waren die Tonscherben. Aber so ein großes Zimmer voll, hätte das Insektenhotel unglaublich schwer gemacht. Und so fiel die Wahl auf Stroh für diese Kammer.

5weiteres Befüllen

Nachdem das größte Zimmer mit Stroh gefüllt ist, habe ich es mit Hasendraht verschlossen. Diesen auf die richtige Größe zuschneiden und mit dem Handtacker auf dem Holzrahmen fixieren.
Im Erdgeschoß habe ich im linken Zimmer eine weitere Trennwand errichtet, oben im zweiten Stock habe ich das rechte Zimmer auch noch mal unterteilt.
Sobald eine Kammer befüllt war, habe ich sie direkt mit dem Hasendraht verschlossen.

6fast fertig

Den größten Teil der Materialien findet man im Wald und auf dem Land. Einfach mit einem Eimer in der Gegend etwas herumstromern, und schon hatte ich ganz viele Dinge zum Befüllen gefunden. Da ich zum Schluß mehr Zimmer als ursprünglich geplant hatte, brauchte ich folglich auch zusätzliche Füllmaterialien. Im Internet wird empfohlen, daß auch leere Schneckenhäuser super sind, und tatsächlich habe ich jede Menge davon gefunden. Außerdem habe ich noch dünne Äste und Walnussschalen benutzt.

7Fertig!

Und das ist jetzt ganz genau drin:
Erdgeschoss: Schilf, Tonscherben, Tannenzapfen
1. Etage: Stroh
2. Etage: Rindenmulch, Schneckenhäuser, dünne Äste
3. Etage: Bambusstäbe
Dachgeschoß: Walnussschalen

Hier am Pfosten ist nun die neue Adresse vom Insektenhotel:
Öffnung nach Süden, rechts und links sind diverse Obstbäume und der Gemüsegarten und der Bach fließt direkt dahinter. Hoffentlich gibt es bald die ersten Bewohner, der ideale Zeitpunkt zum Aufstellen eines Insektenhotels ist Februar/März.





2 Kommentare
  1. Wow, vielen Dank! Das mit dem Puppenhaus klingt super, das kann ich mir auch gut vorstellen. Viel Spaß beim Bauen!

  2. Richtig gut! Wir haben noch ein selbst gebautes Puppenhaus, ungefähr genauso groß, gerade ausrangiert. Ich glaube, das baue ich als Insektenhotel um und stelle es auf den Hof, für die Kinder zum Dazulernen. Du hast mich also inspiriert! Danke dafür!

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