Fensterfolie in eigenem Design


Gardinen sind einfach nicht mein Ding, egal wie transparent sie sind, sie nehmen einfach zu viel Licht weg. Außerdem habe ich in meiner Altbauwohnung noch Fensterbretter zur Verfügung, die ich natürlich als Ausstellungsfläche und auch für Pflanzen unbedingt nutzen möchte. Also – Fensterfolien mussten her! Ich habe lange Zeit nach einem Dekor gesucht, das in meine Wohnung passen könnte, aber ich wäre nicht hier, wenn ich mich mit Massenware abfinden könnte.

So habe ich ganz schlichte Fensterfolie „Frost“ gekauft, die einen Sichtschutz bietet, aber farblos ist und kein Dekor aufweist. Für das große Fenster und die Balkontür in meinem Studio habe ich ein geometrisches Muster gewählt: Ich habe einfach kleine Dreiecke auf die Rückseite gezeichnet, natürlich genau abgemessen, und diese dann mit dem Cutter ausgeschnitten. Alles wird einzeln aufgeklebt, was, da bin ich ganz offen, ziemlich viel Zeit in Anspruch genommen hat. Das erklärt auch das *ähem* Weinglas bei der Arbeit. (Das Trinken von Alkohol ist nicht Teil dieser Anleitung und wird nicht empfohlen. Falls das mal jemand ins Amerikanische übersetzt ;-). Mit einem Plastikschaber aus der Küche habe ich alle Wimpelchen einzeln glattgestrichen, damit auch alle Blasen verschwinden.

Mit dem Ergebnis bin ich überglücklich! Es hält nun schon ein halbes Jahr einwandfrei, und auch das Fensterputzen ist immer noch möglich. Ganz selten verschiebt sich dabei mal ein Dreieck, aber das ist ratzfatz wieder an seinem Platz.

Für Bad und WC wollte ich ein anderes Muster, und da bin ich auf Bubbles, also Seifenblasen, gekommen. Dort habe ich einfach unterschiedlich grosse Gläser und Schüsselchen genommen, die Form auf die Rückseite gezeichnet, ausgeschnitten und aufgeklebt. Das ging auch sehr schnell, da ich viel weniger Einzelmotive kleben musste.

Übrigens, mit „kleben“ hat das nicht viel zu tun. Das Material haftet an Glas, und ist absolut rückstandslos zu entfernen. Perfekt für Mietwohnungen!

Bei der Projektdauer habe ich einen Tag angegeben. Das hängt aber absolut vom Muster ab. Das Bubble Motiv ist in einer Stunde gemacht.



Dieses Material benötigst du:
  • Fensterfolie

Diese Werkzeuge brauchst du:
  • Fensterfolie (Baumarkt,
  • grosses Lineal,
  • Online),
  • Plastikschaber zum Ausstreichen der Blasen,
  • Stift,
  • Tapetenmesser oder anderer Cutter
So macht man das:

1Abmessen

Einmal messen, wieviel Folie gebraucht wird, damit der Gang zum Baumarkt nur einmal erfolgt.

Dann das Muster abmessen und genau aufzeichnen. Achtung: 1. Auf der Rückseite zeichnen, 2. einen wasserfesten, nicht schmierenden Stift verwenden.

2Schneiden

Das Motiv ausschneiden: Wenn es ein eckiges Motiv mit geraden Linien ist, besser Cutter als Schere verwenden. Wenn ein Cutter verwendet wird, sollte das Lineal aus Metall sein, sonst habt ihr zwar Sichtschutz, aber in Zukunft keine geraden Linien mehr.

3Anbringen

Fenster oder Glaswand mit ganz feinem Wassersprüher besprühen, bei winzigen Motiven genügt anhauchen. Manche schwören auf Seifenlösung bei großen Motiven, da sich die Blasenbildung dadurch in Grenzen hält. Tipps dazu gibt es tonnenweise im Internet. Mit einem flachen Kunststoffschaber ausstreichen. Den coolsten Sichtschutz westlich des Mississippi geniessen.





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