So wohnen wir: Teil 2 – Unsere Küche im Handmadehome


Wir hatten das Glück, dass wir unsere Wohnung komplett neu saniert übernehmen konnten. Die Küche wurde auch erneuert, zwar vom Schweden, aber einem geschenkten Barsch guckt man nicht hinter die Kiemen, hätte meine Oma jetzt gesagt. Und bis auf ein-zwei verrückte Ideen des Küchendesigners, die nun wirklich völlig an seinem Nutzen vorbeigehen, ist die Küche auch völlig in Ordnung. Eine Idee war wohl, die Schubladen wegzulassen. Jetzt mal ganz kurz und ehrlich: Verdient man als Küchendesigner bei Ikea so viel, dass man immer nur Essen geht, oder warum braucht man keine Besteckschubladen? Oder bin ich altmodisch und die Vorstellung sein Besteck in Schubladen zu verstauen ist völlig überholt? Unsere Lösung dazu steht auf unserem praktischen und minimalistischen Holzregal, wenn man reinkommt rechts. Der Kerl (Max heißt er) hat den Hang dazu, alles in Gläsern zu verstauen und hat sich unserem Besteckproblem angenommen. Das Rot-weiße Bändchen nimmt dem Glas den pur praktischen Nutzen. Ganz viel Niedlichkeit.
Unser Tisch stammt aus der alten Wohnung von Max, wenn man der Beschreibung des Designhauses Glauben schenken darf, ist er aus alten Indischen Bootsplanken hergestellt worden. Also eine Art Recycling, nur nicht von uns. Der über dem Tisch hängende Hirsch war mal ein Schnapsherstellerwerbegeschenk und wurde aus verschleierungstaktischen Gründen weiß lackiert und gold gesprayt. Den Kreis hab ich an die Wand gepinselt, eine 5 Minuten-Aktion, kurz vor dem Urlaub. Ich war der Meinung, dass man den Hirsch sonst nicht sehen würde (Weiße Wand, weißer Hirsch, der Fall ist klar). Einziger Kommentar des Kerls: „Der Kreis ist aber nicht rund.“ Kein kluger Schachzug….
Durch unsere Küche ziehen sich Lichterketten. Es ist manchmal gemütlicher und romantischer im Schein der Lichterkette zu essen, als im Spotlight der Küchenlampe. An die Lichterketten haben wir Fotos, andere Erinnerungen, und selbstausgedachte und für gut befundene vegane Rezepte geklammert. Über den Rezepten hängt ein Bilderrahmen aus einem alten Fenster. Der wurde mit einem Bunsenbrenner bearbeitet und abgeschliffen, das gibt ihm eine schöne Pattina. In dem Bilderrahmen (zumindestens halbwegs) hängt ein Foto, welches meine Mama mal aus Neugierde geschossen hat. Sie wollte wissen, was der Angler da macht. Angeln würde ich sagen.
Rechts neben unserem Herd hängen die Elefantenhänger und halten wahlweise Küchenhandtücher oder Topflappen. Der Herd – auch noch so eine Fehlkonstruktion. Ich rate dringend von Herden mit oben angebrachten Knöpfen ab. Das ist Quatschkram.

Teil 1 – Der Flur hier

Teil 3 – Das Schlafzimmer hier
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