Birkenwasser selber herstellen – so einfach funktioniert das Anzapfen des Baumes

Birkenwasser selber herstellen - so einfach funktioniert das Anzapfen des Baumes

Wenn der Frühling kommt, erwacht auch die Birke zu neuem Leben. Damit sich frische Blätter und Knospen bilden können, produziert der Baum mit der charakteristischen weißen Rinde einen Saft in seinen Wurzeln. Dieses Birkenwasser wandert dann über den Stamm und die Äste in die Krone der Birke. In dieser Zeit ist es möglich, dieses Birkenwasser zu zapfen, um von den vielen guten Eigenschaften zu profitieren. Wer Birkenwasser selber herstellen möchte, muss dabei jedoch einige grundlegende Dinge beachten.

Schon lange ein Trend

Menschen, die ihr Birkenwasser selber herstellen, gibt schon seit Jahrhunderten. Die Germanen gingen vor einer entscheidenden Schlacht in die Wälder, um Birkenwasser zu trinken. Birkenwasser selber herstellen – das kannten auch die Wikinger, die ebenfalls daran glaubten, dass das Wasser aus dem Birkenstamm sie starkmacht. In Skandinavien und auch in einigen Ländern Osteuropas ist es bis heute üblich, in jedem Frühjahr Birkenstämme anzubohren und das Birkenwasser zu trinken. Birkenwasser selber herstellen soll bei Gicht helfen, ebenso wie bei rheumatischen Beschwerden. Es soll Cholesterin und Blutdruck auf natürliche Art senken, zudem gilt der Saft aus der Birke als beliebtes Erfrischungsgetränk. Birkenwasser ist dabei, anderen natürlichen und kalorienarmen Getränken den Rang abzulaufen. Kombucha und Kokoswasser haben einen starken Konkurrenten bekommen.

Birkenwasser selber herstellen – so funktioniert es

Birkenwasser selber herstellen ist recht einfach und trotzdem gibt es einige Punkte, die es zu beachten gilt. Vor dem Anzapfen des Baums sollte feststehen, dass die Blätter noch keine Knospen gebildet haben. Zudem sollte es ein Baum sein, dessen Stamm einen Durchmesser von mindestens 20 Zentimeter hat. Um Birkenwasser zu zapfen, am besten mit einem Handbohrer, schräg nach unten verlaufend, ein fünf Zentimeter tiefes Loch in den Stamm bohren. Ideal ist es, den Bohrer 25 bis 30 Zentimeter über der Erde anzusetzen. Ist das Loch gebohrt, vorsichtig ein Röhrchen oder einen dünnen Schlauch in die Öffnung schieben. Unter das Röhrchen oder den Schlauch einen Behälter stellen, in den das Birkenwasser abfließen kann. Wer Birkenwasser selber herstellen möchte, sollte dem Baum jedoch nicht mehr als maximal drei Liter entnehmen. Das Wasser ist nicht lange haltbar und sollte nicht länger als drei Tage im Kühlschrank stehen.

Eine gute Alternative

Nach dem Anzapfen des Stamms bitte das Loch wieder sorgfältig verschließen. Das funktioniert am besten mit einem kleinen Korken, der verhindert, dass weiter Birkenwasser aus dem Stamm läuft. Es gibt allerdings noch eine Alternative, und zwar das Abschneiden eines Astes. Am besten beim alljährlichen Schnitt der Birke im Frühling einen Ast abtrennen und das Birkenwasser einfach auffangen. Wer sich für diese Alternative entscheidet, sollte sich mit dem Baumschnitt speziell bei Birken sehr gut auskennen und wissen, wann das Birkenwasser in den Ästen ist.

Birkenwasser schmeckt leicht süßlich und hat so gut wie keine Kalorien. Als Durstlöscher ist es damit perfekt, aber leider nicht lange haltbar. Wem das Wasser aus der Birke schmeckt, der kann es auch fertig verpackt kaufen. Diese Produkte sind allerdings nicht immer so natürlich, wie es vielleicht den Anschein hat. Die Hersteller machen den Birkensaft mit Zucker, Zitronensaft oder auch mit chemischen Zusätzen lange haltbar, was nicht unbedingt gesund ist.






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