Crashkurs: Produktfotografie

  • 05.05.2014 von HANDMADE Kultur
  • Kategorie:
  • Fähigkeiten: Einfach
  • Kosten:
  • Dauer: etwa 3 Stunden
  • Stichwörter: , , , , , ,
Crashkurs: Produktfotografie

Im Web kann man nichts anfassen, nichts riechen und auch nicht alles unter die Lupe nehmen. Umso wichtiger ist es, dass ihr von euren handgemachten Dingen schöne Fotos macht – für die Community, euren Blog oder Shop. Das Know-how und die Bauanleitung für ein kleines eigenes Foto-Studio gibt es bei uns.

Text und Fotos: Etsy Team Berlin, etsy.com.


So macht man das:

1Die Kamera

Eins vorab: Um gute Fotos machen zu können, braucht ihr keine superteure Spiegelreflex-Kamera. Eine ganz normale Knipse genügt.

2Das Licht

Vielleicht ist es euch schon aufgefallen: Die besten Bilder sind meist in freier Natur und/oder bei Tageslicht aufgenommen. Wenn es das Wetter zulässt, geht zum Fotografieren ruhig raus auf den Balkon oder in den Garten. Für alle anderen Gelegenheiten (gefühlt an ungefähr 300 Tagen im Jahr) gelten diese Tipps:

3Hilfsmittel

Ihr braucht nicht viel, aber ein paar Dinge helfen.

Zum Aufhellen: 2 Lampen, Alufolie, Handspiegel oder Styropor

Zum Befestigen: Klemmen in verschiedenen Größen

Als Hintergrund: verschiedenfarbige Pappen, Stoff

Zum Aufstellen: Karton, Klammern, dünne Holzstäbe

Zum Aufhängen: Nylonfaden

Außerdem: Schere, Cutter, Klebstoff und Tesafilm

4Hintergrund

Wählt für den Hintergrund einfarbige Pappen oder Stoffe. Die Farbe des Hintergrunds sollte zu eurem Foto-Objekt passen und ihn hervor- heben. Dafür eignen sich kontrastierende Farben sehr gut. Die Klassiker Weiß und Hellgrau lenken den Fokus stark auf das Objekt.

5Perspektiven

Versucht, dynamische Aufnahmen zu machen, indem ihr euer Produkt aus verschiedenen Winkeln fotografiert. Platt von oben wirkt jedes Objekt langweilig. Gähn.

6Bildausschnitt

Gute Bildausschnitte machen das Foto und somit euer Objekt interessanter. Muss man das
komplette Produkt im Bild haben, um zu verstehen, was es ist? Oder ist z. B. eine Detailaufnahme wichtig, um die Struktur der Oberfläche mit den Augen fast "fühlen" zu können?

7Gruppierungen

Bei mehreren Objekten wie Gebäck oder Seifen ist es besser, wenn sie gruppiert werden. Das Foto wirkt dann ausgefüllter.

8Das Studio

Zu Beginn benötigen wir eine hellgraue Pappe. Der hellgraue Bastelkarton (1) wird mit Klammern (2) an unsere Stellpappe (3) geklemmt (4), und zwar so, dass er gleichzeitig Hintergrund und Untergrund ist.

9Hohlkehle

Auch mit zwei Holzstäben (z. B. Blumenstäben), einer Pappe und ein bisschen Klebeband könnt ihr euch schnell und einfach eine Hohlkehle bauen. Optisch wird so ein nahtloser Übergang von Wand zum Boden möglich und störende Raumlinien bzw. -kanten verschwinden.

10Standfestigkeit

Objekte, die geneigt zur Kamera positioniert werden sollen und/oder nicht von alleine stehen, lassen sich mit einer Klammer in Position bringen.

11Pflegeleichtes Dauerlicht

Auch mit minimaler Ausstattung, hier zwei Schreibtischlampen, kann man gutes Licht erzeugen. Besorgt euch einfache Enegiesparlampen in Spiral- oder Röhrenform; sie sind optimal für einfache Sachaufnahmen. Um euer Projekt zusätzlich aufzuhellen, könnt ihr Alufolie zu Hilfe nehmen. Das Foto wirkt am schönsten, wenn alles gleichmäßig ausgeleuchtet ist und das Objekt keine harten Schatten wirft.

12Kameraeinstellung

Versucht es mit unterschiedlichen Einstellungen beim Fotografieren. Wir empfehlen die Automatic- Einstellung oder das Macro Setting (Symbol Blume). Ein Stativ kann ebenfalls hilfreich sein.





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