Phantome en rose – Stofffärben mit Inkodye

Phantome en rose - Stofffärben mit Inkodye

Eine Stofffärbetechnik, die etwas mit Belichten zu tun hat, kannte ich bisher nur vom Siebdrucken (hier muss man das Sieb ja auch belichten, um die „Schablone“ herzustellen). Als ich neulich etwas über Inkodye gelesen habe, musste ich das natürlich ausprobieren – auch hier geht’s ums Belichten! Inkodye ist eine Flüssigkeit, die unter Sonneneinstrahlung ihre Farbe entwickelt – und das völlig ungiftig (daher auch zum Basteln mit Kindern gut geeignet).
Noch ist das Ergebnis…nennen wir es: ausbaufähig. Aber wer weiß, vielleicht bekommt jemand von euch Lust, die Sache ebenfalls auszuprobieren und wir optimieren die Sache gemeinsam ;-) …



Dieses Material benötigst du:
  • Inkodye (hier in Rot),
  • Stoff (hier ein günstiger Baumwollstoff)

Diese Werkzeuge brauchst du:
  • eventuell Münzen zum Beschweren oder Stecknadeln zum Feststecken,
  • Gefäß zum Anrühren der Farbe,
  • Karton (als Unterlage),
  • Malerband,
  • Motiv (hier Foto auf Folie gedruckt),
  • Pinsel
So macht man das:

1Vorbereiten

Der Stoff wird mit dem Malerband auf den Karton aufgespannt, ich habe zusätzlich mit Nähkreide die Größe des Druckbereiches eingezeichnet um zu wissen, bis wohin ich Farbe auftragen muss. Um die Farbe aufzutragen nehmt ihr euer Druckwerk in spe mit in einen eher dunklen Raum (bei mir fensterloses Badezimmer, Tür ein Spalt offen), da sich die Farbe ja erst nach Auflegen des Motivs entwickeln soll.

2Farbe auftragen und Motiv auflegen

Inkodye gibt es in Rot, Blau und Orange; man kann die Farben mischen oder mit Wasser verdünnen, um hellere Farbtöne zu erhalten. Ich habe mir verdünntem Rot gearbeitet (deswegen ist das Bild unabsichtlich aus so rosa geworden...nun ja, c'est la vie...).
Um die Farbe aufzutragen, habe ich einen Pinsel benutzt, es geht aber auch mit Sprühflasche, Walze, etc.
Danach legt ihr euer Motiv auf: Ich habe ein auf Folie kopiertes Foto verwendet, ihr könnt aber auch einfach Gegenstände (z.B. Büroklammern) auf den Stoff legen oder euer Motiv mit wasserfestem Stift auf Folie malen. Wenn ihr Fotos verwendet, könnt ihr sie auch "invertieren", d.h. die Farben umkehren - so ist auch auf eurem Druckergebnis hell, was auf Originalbild hell ist.

3Belichten

Nun legt ihr euer Bild in die Sonne und wartet ab. Bei meinem heutigen Versuch hat das Belichten relativ schnell geklappt (5-8 Minuten), wenn es weniger Sonnenlicht gibt, kann es schon länger dauern. Lasst das Bild so lange in der Sonne liegen, bis ihr die Farbe als gesättigt genug empfindet. Sollte sich die Folie an einigen Stellen lösen und hochstehen, könnt ihr sie auch an jenen Stellen, die am Bild ohnehin dunkel sind, beschweren oder am Rand feststecken.

4Fertigstellen

Rot genug? Dann nehmt euer Stoffstück vom Karton und wascht es unter warmem Wasser mit etwas Flüssigwaschmittel gründlich aus, um Farbreste zu entfernen (sonst würden ja jene Stellen, die ihr durch euer Motiv vor dem Sonnenlicht geschützt habt, nachträglich noch nachdunkeln).
Nach dem Trocknen ist euer Werkstück zur Weiterverarbeitung bereit - ich habe aus meinem "Probefleck" ein kleines Heft hergestellt - nach der Anleitung von Lavendelbusch hier --> http://www.handmadekultur.de/projekte/einfaches-heftchen_21254.





5 Kommentare
  1. Das hat ja gut funktioniert :)
    Hab mir die Farben auch schon bestellt (bei der gleichen Internetseite) uns bin schon ganz gespannt ;)

  2. Das ist wirklich fantastisch. Sieht toll aus, das werde ich auch mal probieren. Danke.

  3. Das hatte ich auch schonmal gesehen und wollte es undbedingt ausprobieren… aber wo gibts das zu kaufen?

  4. Das ist eine klasse Idee! Danke für den Anstupser, das muss ich unbedingt mal ausprobieren!

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