Wie man eine Wendeöffnung schließt


Wie man eine Wendeöffnung schließt

Was bei einem Quilt das Binding ist, ist bei Taschen und Co die Wendeöffnung. Das sogenannte  Finish – der letzte Schritt. Und wenn man sich so viel Mühe beim sauberen Nähen seines Täschchens, Nadelkissens oder Utensilo gegeben hat, dann wäre es doch schade, wenn die Wendeöffnung unsauber wird.

Ich hab schon so einige tolle Arbeiten gesehen, bei denen ich, beim Blick auf die Wendeöffnung dachte, „Au Weia!“. Aber dabei muss das gar nicht sein. Eine Wendeöffnung sauber zu schließen ist ein Klacks wenn man drei goldenen Regeln beherzigt:

 

 



Diese Werkzeuge brauchst du:
  • Garn,
  • Nadel,
  • Schere
So macht man das:

11. Eine sichtbare Wendeöffnung wird immer von Hand geschlossen

Nicht sichtbare Wendeöffnungen liegen zum Beispiel im Futter einer Tasche. Aber wenn ihr z.B. ein Wendeutensilo näht, gibt es kein Innen und so sollte die Wendeöffnung auch sauber aussehen. Gleiches gilt z.B. für Nadelkissen, Kuscheltiere, Katzenbett, Portemonnaie etc. Nehmt euch die Zeit, setzt euch auf Balkon oder Garten und zelebriert euer Finish. Endlich seid ihr fertig und das ist der letzte Schritt. Und mit ein bisschen Übung braucht ihr später nur noch wenige Minuten zum Schließen.

22. Die Stichlänge sollte immer so lang gewählt sein, wie auch der Rest genäht wurde

Fast alles wird bei einer Stichlänge von 2,5 oder 2,0mm Länge zusammen genäht. Einzig das Paper Piecing benötigt eine kleinere Stichlänge. Mit 2,5mm fahrt ihr am Besten. Würdet ihr größere Stiche wählen, dann würde die Wendeöffnung sofort auffallen. Außerdem kann zum Beispiel die Füllung rausrieseln oder mit der Zeit werden die Fäden von der Wattierung sichtbar. Zu kleine Stiche braucht ihr auch nicht machen. Sie sind nicht nötig und auch sie fallen ebenso auf.

33. Immer genau gegenüber einstechen

Das ist die wichtigste Regel. Damit sich die beiden Stoffseiten nicht gegeneinander verziehen, muss der Faden parallel dort eingestochen werden, wo er auf der einen Seite auch rausgekommen ist. Zu viel Abstand ist auch nicht gut, denn dann sind die Fäden zu sehen. Einen perfekten Leiterstich könnt ihr sogar mit einer völlig anderen Farbe machen. Man wird ihn später nicht sehen.

4Der ultimativen Tipp, wie der Anfang gemacht wird: Auffädeln

Fädelt die beiden offenen Enden durch das Nadelöhr, so dass am anderen Ende eine Schlaufe entsteht.

5Der ultimativen Tipp, wie der Anfang gemacht wird: Durchstechen

Stecht durch den Stoff. Beim Durchstechen des Stoffes müsst ihr nur zwei oder drei Fäden des Gewebes aufnehmen. Ist der Stich zu groß würdet ihr das Gewebe mit der Schlaufe zusammen stauchen und das sieht man hinterher.

6Der ultimativen Tipp, wie der Anfang gemacht wird: Durchfädeln und Ziehen

Fädelt die Nadel durch die entstandene Schlaufe und zieht die Schlaufe zu. Schon ist der Anfang fixiert.

7Und wie vernäht ihr das Ende?

Indem ihr ganz einfach mehrerer Stichen in die entgegengesetzte Richtung zurück geht. Mehr ist es nicht. Das hält bombenfest und ihr braucht keinen Knoten zu machen.
War gar nicht schwer, oder? Ich hoffe ihr habt alles gut verstanden und traut euch an die nächste Wendeöffnung, damit eure viele Arbeit erstrahlen kann.





Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.