Werkstatt- & Holzlexikon

Nachschlagewerk

Willkommen im Werkstatt- & Holzlexikon von Handmade KULTUR

Gehrung, Nut und Feder, vorbohren – wer Möbel baut, Regale aufhängt oder Paletten upcycelt, stolpert schnell über Werkstatt-Vokabeln. Wer sie kennt, arbeitet sicherer und mit besserem Ergebnis.

In diesem Werkstatt- und Holzlexikon erklären wir dir die wichtigsten Fachbegriffe rund ums Heimwerken mit Holz – von Materialkunde wie Massivholz, MDF und Multiplex über Werkzeuge wie Japansäge und Schraubzwinge bis zu Verbindungen und Oberflächenbehandlung. Passende Projekte findest du in unseren Bauanleitungen.

Viel Spaß beim Entdecken und Bauen!

30 Fachbegriffe von A bis Z

A

Anreißen
Anreißen heißt, Maße und Schnittlinien präzise auf das Werkstück zu übertragen – mit spitzem Bleistift, Anschlagwinkel und Streichmaß. Die alte Regel gilt immer: zweimal messen, einmal sägen.
Anschlagwinkel
Der Anschlagwinkel ist ein Messwerkzeug mit festem 90-Grad-Winkel und Anschlagkante. Mit ihm werden rechtwinklige Linien angerissen und Verbindungen auf Winkligkeit geprüft – eines der wichtigsten Werkzeuge für maßhaltige Möbel.

D

Dübel
Holzdübel sind geriffelte Rundhölzer, die in exakt fluchtende Bohrungen beider Werkstücke geleimt werden und eine unsichtbare Verbindung ergeben. Dübellehren oder Markierstifte helfen, die Bohrungen deckungsgleich zu setzen. Nicht zu verwechseln mit Wanddübeln aus Kunststoff.

E

Europalette
Die Europalette ist eine genormte Transportpalette (120 x 80 cm) aus meist unbehandeltem Nadelholz – und Liebling aller Upcycling-Fans für Sofas, Betten und Gartenmöbel. Auf den IPPC-Stempel achten: „HT“ (hitzebehandelt) ist unbedenklich, chemisch behandelte Paletten gehören nicht ins Wohnzimmer.
Exzenterschleifer
Der Exzenterschleifer kombiniert rotierende und schwingende Bewegung und erzeugt dadurch ein besonders gleichmäßiges Schliffbild ohne Kringelspuren. Er ist die erste Wahl für Flächen und den Feinschliff vor dem Ölen oder Lackieren.

F

Furnier
Furnier ist eine nur wenige Millimeter dünne Echtholzschicht, die auf Trägerplatten wie MDF oder Spanplatte geklebt wird. Furnierte Möbel sehen aus wie Massivholz, sind aber leichter und formstabiler – beim Schleifen ist wegen der dünnen Schicht Vorsicht geboten.

G

Gehrung
Eine Gehrung ist die Eckverbindung aus zwei meist im 45-Grad-Winkel geschnittenen Werkstücken, etwa bei Bilderrahmen und Leisten. Exakte Gehrungen gelingen mit Gehrungslade, Kapp- oder Gehrungssäge.
Grundierung
Die Grundierung ist die erste Beschichtung vor dem Lackieren: Sie egalisiert die Saugfähigkeit des Holzes, sperrt Inhaltsstoffe ab und sorgt dafür, dass der Decklack gleichmäßig deckt und gut haftet. Bei astreichem Nadelholz verhindert ein Sperrgrund das Durchschlagen der Äste.

H

Hartholz
Hartholz stammt von Laubbäumen wie Eiche, Buche oder Esche und ist dichter, schwerer und abriebfester als Weichholz. Es eignet sich für stark beanspruchte Möbel und Arbeitsplatten, ist aber schwerer zu bearbeiten – Schrauben immer vorbohren.
Hirnholz
Hirnholz ist die Schnittfläche quer zur Faser, an der die Jahresringe sichtbar sind – etwa am Ende eines Brettes. Es saugt Feuchtigkeit und Öl besonders stark, splittert beim Sägen leicht und hält Schrauben schlechter als Längsholz.
Holzlasur
Lasur ist eine transparente bis leicht pigmentierte Oberflächenbehandlung, die in das Holz einzieht und die Maserung sichtbar lässt. Im Außenbereich schützt sie vor UV-Licht und Feuchtigkeit, muss aber regelmäßig aufgefrischt werden.
Holzleim (Weißleim)
Weißleim ist der Standardkleber für Holzverbindungen: Richtig verpresst ist die Leimfuge stärker als das Holz selbst. Beanspruchungsklassen von D1 bis D4 geben die Feuchtebeständigkeit an – für Innenmöbel reicht D2, für Feuchträume und außen D3 oder D4.
Holzöl
Holzöl (etwa Leinöl, Hartwachsöl oder Arbeitsplattenöl) dringt in die Poren ein und schützt von innen, ohne einen Film zu bilden. Geölte Flächen fühlen sich natürlich an und lassen sich partiell ausbessern. Achtung: Mit Öl getränkte Lappen können sich selbst entzünden – ausgebreitet trocknen lassen.

J

Japansäge
Die Japansäge schneidet auf Zug statt auf Stoß und hat ein sehr dünnes, scharfes Blatt. Sie ermöglicht feine, präzise Schnitte mit wenig Kraft und hat sich auch in europäischen Hobbywerkstätten als Handsäge erster Wahl etabliert.

K

Kappsäge
Die Kapp- und Gehrungssäge ist eine stationäre Kreissäge, deren Sägekopf auf das Werkstück abgesenkt wird. Sie schneidet Leisten und Bretter schnell, wiederholgenau und in exakt einstellbaren Winkeln ab – ideal für Gehrungen.

L

Leimholzplatte
Leimholz besteht aus massiven Holzlamellen, die zu einer Platte verleimt sind. Es ist günstiger und formstabiler als ein durchgehendes Brett, bleibt aber echtes Massivholz – der Standard für Regalböden und selbst gebaute Möbel aus dem Baumarkt.

M

Maserung
Die Maserung ist das sichtbare Muster der Holzfasern und Jahresringe. Sie bestimmt nicht nur die Optik: Gehobelt, geschliffen und gesägt wird möglichst mit der Faser, gegen die Faser reißt das Holz aus.
Massivholz
Massivholz (Vollholz) besteht durchgehend aus einem Stück Holz – im Gegensatz zu furnierten oder beschichteten Plattenwerkstoffen. Es „arbeitet“ mit der Luftfeuchtigkeit, quillt und schwindet; gute Konstruktionen planen diese Bewegung ein.
MDF-Platte
MDF (mitteldichte Faserplatte) besteht aus fein zermahlenen, verpressten Holzfasern. Die homogene Platte lässt sich sauber fräsen und lackieren, ist aber schwer, wenig feuchtebeständig und hält Schrauben an den Kanten schlecht.
Multiplex
Multiplex ist eine Sperrholzplatte aus vielen kreuzweise verleimten Furnierlagen – sehr stabil, formtreu und mit dekorativer Schichtkante. Beliebt für Werkbänke, Regale und moderne Möbel mit sichtbarer Kante.

N

Nut und Feder
Bei der Nut-und-Feder-Verbindung greift eine vorstehende Leiste (Feder) in eine passende Rille (Nut) des Nachbarbretts. So verbinden sich Bretter flächig und ohne sichtbare Befestigung – klassisch bei Profilholz, Laminat und Schubladenböden.

O

OSB-Platte
OSB-Platten bestehen aus großen, ausgerichteten Holzspänen (Oriented Strand Board) und sind günstig, stabil und markant in der Optik. Ursprünglich Baustoff, werden sie gern für Werkstattmöbel und rustikal-moderne Einrichtung genutzt.

S

Schleifpapier-Körnung
Die Körnung gibt die Feinheit des Schleifpapiers an: 40–80 für groben Abtrag, 120–180 für den Zwischenschliff, 240 und feiner für den Endschliff. Immer stufenweise feiner schleifen und zwischen den Anstrichen leicht anschleifen.
Schraubzwinge
Schraubzwingen pressen Werkstücke beim Verleimen zusammen und fixieren sie beim Sägen und Bohren. Die Faustregel der Holzwerker: Man hat nie genug Zwingen. Zulagen aus Restholz schützen die Oberfläche vor Druckstellen.
Senken
Beim Senken wird die Bohrung mit einem Kegelsenker so erweitert, dass der Schraubenkopf bündig oder vertieft im Holz sitzt. Das sieht sauberer aus und verhindert, dass der Kopf das Holz beim Anziehen spaltet.
Stichsäge
Die Stichsäge ist die vielseitigste Elektrosäge für Heimwerker: Sie schneidet gerade Schnitte, Kurven und Ausschnitte in Platten und Bretter. Das passende Sägeblatt und eine Führungsschiene verbessern die Schnittqualität deutlich.

T

Taschenlochverbindung (Pocket Holes)
Bei der Taschenlochverbindung werden Schrauben durch schräg gebohrte, verdeckte Löcher ins Nachbarteil getrieben – gebohrt wird mit einer speziellen Lehre. Die Methode ist schnell, stabil und bei Möbelbau-Einsteigern sehr beliebt.

V

Vorbohren
Vorbohren heißt, vor dem Verschrauben ein Loch mit etwas kleinerem Durchmesser als die Schraube zu bohren. Es verhindert, dass das Holz reißt – Pflicht bei Hartholz, in Brettenden und nahe der Kante.

W

Wasserwaage
Die Wasserwaage zeigt über ihre Libellen an, ob eine Fläche exakt waagerecht oder senkrecht ist. Bei Regalen, Bildern und Möbeln entscheidet sie über den geraden Sitz – digitale Modelle zeigen zusätzlich den Neigungswinkel an.
Weichholz
Weichholz stammt von Nadelbäumen wie Fichte, Kiefer oder Tanne. Es ist leicht, günstig und einfach zu bearbeiten – ideal für Einsteigerprojekte –, aber druckempfindlicher und weniger abriebfest als Hartholz.

Nach oben ↑

Strickset mit Garn & Anleitung

Ein luftiges Sommertop im markanten Rippenmuster, das von oben nach unten gestrickt wird und sich individuell in der Länge anpassen lässt.

Im Set enthalten: Sandnes Garn Mandarin Petit aus 100 % Baumwolle und die digitale Strickanleitung.

Strickset mit Garn & Anleitung

Luftig, leicht und anfängerfreundlich: Das SABAI Top No. 1 wird nahtlos von oben nach unten gestrickt und begeistert mit U-Boot-Ausschnitt und feinen Rippenbündchen.

Im Set enthalten: Sandnes Garn Line aus Baumwolle, Viskose und Leinen und die digitale Anleitung.

Strickset mit Garn & Anleitung

Ein sommerliches Tanktop für deine Garderobe: Das THEA Top wird von oben nach unten gestrickt und kann in der Länge ganz einfach angepasst werden.

Im Set enthalten: Sandnes Garn Line aus Baumwolle, Viskose und Leinen und die digitale Strickanleitung.

gehäkelt mit Papyrusgarn

Sommerlich, stilvoll und zeitlos – die Tasche Riviera ist dein perfekter Begleiter für warme Tage. Mit ihrem luftigen Design und der modernen Häkeloptik vereint sie Leichtigkeit und Eleganz in einem einzigartigen DIY-Projekt.

Ob für den Strand, den Stadtbummel oder den Wochenmarkt – diese handgehäkelte Tasche setzt natürliche Akzente und unterstreicht deinen nachhaltigen Lifestyle.

Im Häkelset enthalten ist hochwertiges Garn aus Papyrus sowie die passende Anleitung von der Designerin Paulastrickt.

Dir gefällt HANDMADE Kultur?

Dann abonniere unseren Newsletter und lass dich noch mehr inspirieren!