Schnitt-Zugaben
Vom Körpermaß zum Zuschnitt: Weite, Nahtzugabe und Saum zusammenzählen – bevor du den Stoff anschneidest. Der Rechner zeigt dir das Schnittmaß. Stoffmeter rechnest du danach im Stoffrechner.
Weite und Nahtzugabe
Zuschnitt je Teil
0 cm
Saumzugabe
Schnittlänge
0 cm
Rechteck zuschneiden
Zuschnittmaß
0 × 0 cm
Weitere Rechner & Hilfen
Häufige Fragen zu Schnitt-Zugaben
Was ist der Unterschied zwischen Weite und Nahtzugabe?
Die Weite (Bequemlichkeitszugabe) kommt auf dein Körpermaß, damit das Kleidungsstück nicht knallt. Die Nahtzugabe kommt extra dazu – das ist der Stoffstreifen, den du in der Naht verarbeitest. Beides gehört ins Zuschnittmaß, aber sie meinen nicht dasselbe.
Warum zählt jede Naht doppelt?
An einer Seitannaht treffen zwei Stoffkanten. Jede Kante braucht ihre eigene Nahtzugabe. Zwei Seitennähte bedeuten deshalb vier Zugaben am Umfang.
Welche Nahtzugabe ist üblich?
An handelsüblichen Schnitten oft 1,5 cm. Schmale Overlocknähte kommen mit 0,7–1 cm aus, French Seams brauchen eher 1,5 cm. Schau im Schnitt nach – manche Hersteller zeichnen die Zugabe schon ein.
So rechnest du Zugaben richtig
Ein Schnittmuster sagt dir, wie das fertige Teil aussehen soll. Beim Zuschneiden brauchst du mehr Stoff: Weite, damit du dich bewegen kannst, Nahtzugabe, damit die Naht hält, und Saum, damit die Kante sauber wird. Der Rechner oben addiert genau diese drei Dinge – damit du nicht im Kopf jonglierst.
Weite & Naht
Nimm das Körpermaß, das zum Teil gehört: Hüfte für Röcke und Hosen, Brust für Oberteile und Kleider, Taille für Bünde. Die Weite ist kein Fehler, sondern Bequemlichkeit. Figurbetont sind oft 2 cm extra, alltagstauglich 4 cm, locker 8 cm. Stretchstoffe brauchen weniger Weite als Webware.
Zwei Schnittteile (vorn und hinten) sind der Standard. Jede Seitannaht trifft zwei Stoffkanten – deshalb zählt der Rechner die Nahtzugabe zweimal pro Naht. Das Ergebnis ist die Zuschnittbreite je Teil. So breit schneidest du Vorder- und Rückenteil zu.
Saum
Die Fertiglänge ist die Länge, die das Kleidungsstück später haben soll. Darauf kommt die Saumzugabe. Ein einfacher Saum braucht die sichtbare Breite einmal, ein doppelt umgeschlagener Saum zweimal. Rollsäume sind schmal (rund 1,2 cm), Blindsäume etwas großzügiger. Oben an der Bundnaht kommt oft noch eine extra Nahtzugabe dazu – die steht nicht in dieser Zahl.
Rechteck-Zuschnitt
Taschenklappen, Futterteile, Kissen, Utensilos: Alles, was ein Rechteck ist. Seiten und Oberkante bekommen Nahtzugabe, unten den Saum. Wenn du mehrere gleiche Teile brauchst, merkt dir der Rechner die Stückzahl – die Meter Stoff holst du dir danach im Stoffrechner.
Was der Rechner nicht ersetzt
- Eine Anprobe am Körper oder an der Schneiderbüste – Weite ist Geschmack und Stoff.
- Rapport, Fadenlauf und Strich: Die erklärt das Schnittmuster-Lexikon.
- Nahtarten und Verarbeitung: die findest du im Nählexikon.
- Welcher Stoff wofür: Stofflexikon.
Wenn du zum ersten Mal nach einem Schnitt nähst, nimm lieber einen Rest oder preiswerten Stoff für eine Anprobe. Die Zugaben kannst du hinterher enger oder weiter machen – das Zuschnittmaß ist die sichere Startlinie.